Farbvarianten bei T-Shirts

Farben beim T-Shirt-Druck

Häufig weichen die tatsächlichen Farben vieler Textilien und besonders deren Drucke leicht von den dargestellten Farben, beispielsweise Computermonitoren, ab. Das liegt daran, dass die Farben auf dem Monitor und die Farben des Druckes in verschiedenen Farbmodellen dargestellt werden. Die Wahl des richtigen Farbraumes im Offsetdruck für bedruckte T-Shirts spielt daher eine entscheidende Rolle. Generell unterscheidet man zwischen folgenden Farbmodellen:

Der substrative CMYK-Modus
(Cyan - Magenta - Yellow - Key)


CMYK ist ein Farbmodell für den professionellen Druck. Es kommt unter anderem auch beim T-Shirt Druck zum Einsatz. Der Buchstabe „K“ (Key) wird häufig auch als Black bezeichnet und steht demnach für die Farbtiefe, den Kontrast oder auch Schwarz. Es ist ein substraktives Farbmodell. Dies bedeutet, je mehr Farbe verwendet wird, desto dunkler wird der Farbton. Mischt man alle Farben (C-M-Y) zusammen, ergibt sich ein tiefes Grau. Bei bedruckten T-Shirts werden dabei alle Farben tatsächlich als 4 Schichten übereinander gedruckt. CMYK beinhaltet weniger Farbtöne als RGB, was bei der Umrechnung zu leichten Farbverschiebungen bzw. Farbabweichungen führen kann.

Der additive RGB-Modus
(Rot - Grün - Blau)


Bei RGB handelt es sich weniger um „echte Farbe“, als vielmehr um eine Farbwahrnehmung, beispielsweise am Monitor. Es werden dabei die Grundfarben (Rot – Grün – Blau) durch Licht gemischt. Durch dieses additive Farbmischen entstehen wiederum neue Farbeindrücke. Je mehr Farben man ineinander mischt, desto heller wird der Farbton. Alle 3 Farben zusammen im höchsten Wert (zu 100 %) ergeben weiß.

Digitalkameras und andere Quellen liefern Bilddaten meist im RGB-Modus. Für den T-Shirt-Druck im Offset-Verfahren müssen die Farben daher in den CMYK-Modus umgerechnet werden. Aufgrund der unterschiedlich großen Anzahl an darstellbaren Farben, kommt es allerdings, wie bereits erwähnt, zu geringen Farbabweichungen. In der Regel werden die Farben durch Programme wie InDesign oder Adobe Photoshop reproduziert. Dadurch lässt sich das zu erwartende Druckergebnis annähernd simulieren.

Sonderfarben

Mit Hilfe von Drucktechniken wie dem Siebdruck, lassen sich neben den Standardfarbtönen auch Sonderfarben wie Gold, Silber oder fluoreszierende Neonfarben auf T-Shirts bringen.

Farben bei der Herstellung der T-Shirts

Bei der Herstellung eines T-Shirts werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten entweder Fasern, das Garn, der Stoff oder das ganze T-Shirt gefärbt. Je nachdem, ob das gesamte T-Shirt, einzelne Teile oder das Shirt gemustert sein soll, geschieht dies zu den entsprechenden Zeitpunkten. Je früher im Herstellungsprozess gefärbt wird, desto besser lassen sich Unregelmäßigkeiten im Endprodukt ausgeglichen werden.

Färbung

Wichtig für das Ergebnis der T-Shirt Färbung ist die Vorbehandlung des Materials. Je nach gewünschter Farbtiefe wird die naturfarbene Baumwolle mehr oder weniger gebleicht. Für helle und brillante Farbtöne muss ein Vollweiß erzielt werden. Für dunkle und stumpfe Farbtöne ist ein Farbweiß ausreichend.

Färben ist in 3 verschiedenen Techniken möglich:
Beim Ausziehverfahren werden die Farbstoffe im Wasser gelöst, während der Stoff das Färbebad durchläuft. Anschließend wird der Stoff mit einer kontrollierten Geschwindigkeit durch ein Fixierbad geführt, so dass die Farbe in den Stoff einziehen kann. Des Weiteren bietet diese Technologie die Möglichkeit, Chemikalien wie Salz oder Soda in die Bäder hinzuzufügen, um die Fixierung der Farbe zu unterstützen.

Für das Semikontinue-Verfahren wird die Farbe zunächst geklotzt und verweilt anschließend. Das Klotz-Kalt-Verweil-Verfahren, kurz KKV genannt, ist ein simples Verfahren. Beim Klotzen wird der Stoff glatt und in voller Breite durch einen Behälter mit konzentrierte Lösung mit Farbstoffen geführt. Anschließend läuft er durch zwei eng aneinanderliegende Rollen, um die überschüssige Farbe wieder aus dem Stoff zu pressen. Während des Verweilens wird der noch nasse Stoff in Folie gepackt und rotiert bei Zimmertemperatur für mehrere Stunden. Dabei verbindet sich der Farbstoff mit den Fasern des Stoffs. Diese Färbetechnik ist sehr wirtschaftlich, da nur ein geringer Energieaufwand benötigt wird.

Beim Kontinue-Verfahren werden die zu behandelnden Stoffe ebenfalls zunächst geklotzt, also durch ein Farbbad gezogen und anschließend durch Rollen gedrückt. Der nächste Schritt, die Fixierung, hängt von der Art des Farbstoffs und den verwendeten Fasern ab. Bei diesem Verfahren werden meist Küpenfarbstoffe oder Dispersionsfarbstoffe verwendet.

T-Shirts selbst färben

Es gibt verschiedene Techniken und Möglichkeiten, mit denen Sie auch zu Hause ihre T-Shirts färben können. Die gängigsten Techniken sind wahrscheinlich das Färben in der Waschmaschine oder das ursprünglich aus Indonesien stammende Textilfärbeverfahren Batik.