Wie kommt es zu den T-Shirt Preisen?

Der Endverbraucher sieht im Einzelhandel oft nur den Endpreis eines bedruckten T-Shirts. Da fragt man sich allerdings, aus welchen Kosten sich der Preis zusammensetzt. Ein hoher Preis lässt noch lange nicht auf Qualität oder faire Löhne und Arbeitsbedingungen der Arbeiter schließen.

Der Endpreis eines T-Shirts setzt sich aus folgenden Kosten zusammen:

  • Baumwollanbau, -ernte und Weiterverarbeitung zu Garn
    Zunächst muss Baumwolle angepflanzt und verarbeitet werden. Dafür werden riesige Plantagen angelegt und per Hand oder mit Hilfe von Erntemaschinen geerntet. Für T-Shirts wird ca. 40g Baumwolle benötigt. Diese wird sortiert und anschließend zu Garn verarbeitet.

  • Weiterverarbeitung des Garns zu Stoff (Weben/Stricken) und Veredelung des Stoffes
    Nun wird dieser durch Weben und Spinnen zu Stoff weiterverarbeitet, welcher anschließend durch verschiedenste Techniken veredelt wird.

  • Konfektionierung (Zuschnitte, Vernähen der Einzelteile, Modifikationen)
    Die veredelten Stoffe werden je nach Wunsch und Anforderungen zugeschnitten, vernäht und modifiziert, wie durch das Einnähen eines Labels.

  • Transport und Zölle
    Zwischen den einzelnen Schritten werden die Materialien oft auch über extrem weite Strecken transportiert. Hierbei fallen Zollkosten an.

  • Miete Fabrikkosten, Lohnkosten und Werbung
    Aber auch Miet- und Farbrikkosten, Lohnkosten aller beteiligten Arbeiter, sowie Werbung der einzelnen Unternehmen werden 1:1 an den Endverbraucher weitergegeben. Die Lohnkosten der ersten Stationen werden allerdings meist so gering wie möglich gehalten und machen oft nur wenige Prozent des Preises aus. Die größte Gewinnspanne liegt beim Einzelhandel. Fast 50 % des letztlichen Preises der T-Shirts kommen aufgrund von Gewinn und Kosten des Einzelhandels zustande.

  • Mehrwertsteuer
    Die Mehrwertsteuer wird für den Endverbraucher auf den Netto-Preis der T-Shirts aufgerechnet.

  • Alle Beteiligten wollen an der Produktion der T-Shirts verdienen. Um die im Laufe des Herstellungsprozesses stetig steigenden Gewinne möglichst groß zu halten, leiden meist die Arbeiter in den Produktionsländern darunter. Sie werden schlecht bezahlt und arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Sind günstige T-Shirts automatisch unter besseren Bedingungen produziert worden?

Nein – vom Endpreis lässt sich nicht auf die Löhne und Arbeitsbedingungen schließen. Das wird deutlich, wenn man sich die Lohnkosten in Relation zum Gesamtpreis anschaut. Doppelt so hohe Löhne würden den Endpreis um nur wenige Cent anheben.

Warum also nicht die Löhne um ein vielfaches anheben, wenn am Ende nur der Endverbraucher dafür zahlen würde?

Das Problem in den Entwicklungsländern sind die generell niedrigen Löhne, nicht nur in der Textilindustrie. Es würde also das gesamte Wirtschaftssystem aus dem Gleichgewicht bringen, wenn einzelne Unternehmen ihre Löhne verdoppeln würden.

Wie kann man dem Ganzen dann entgegenwirken und woran erkennt man, ob T-Shirts unter fairen Bedingungen produziert wurden?

Faire Arbeitsbedingungen wie hohe Sicherheitsstandards, angemessene Arbeitszeiten etc. sind ein Schritt in die richtige Richtung. Vereinigungen wie die Fair Wear Foundation (FWF) haben sich die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textil- und Kleidungsindustrie zum Ziel gemacht und überprüfen die ihnen beigetretenen Firmen, ob die Anforderungen erfüllen werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Siegel und Auszeichnungen für fairen Umgang während des Herstellungsprozesses.

Wir von Hi5, versuchen sämtlichen Missständen, die die Textilindustrie mit sich bringt, entgegenzuwirken, indem wir unsere T-Shirts fair und zu 100% aus BIO-Baumwolle produzieren lassen. Unsere Textilproduktion wird von BSCI auditiert und unsere Textilien sind nach Öko-Tex Standard 100 produziert.

Preise bei der Textilveredelung

Der Preis für die Textilveredelung, in unserem Fall also überwiegend der Siebdruck und die Direkteinstickung errechnet sich aus der Abnahmemenge, der Größe und Anzahl bzw. Art der Farben.

Prinzipiell gilt:

Um so größer die Auflage, kleiner und/oder schlichter das Motiv, desto günstiger ist am Ende der T-Shirt-Druck. Der Einsatz der verschiedenen Druckarten sich nach der Menge, den Farben und den Motiven. Der Siebdruck beispielsweise, rechnet sich besonders bei großen Auflagen und Motiven mit wenigen Farben. Der Digitaltransferdruck eignet sich für kleine Auflagen und mehrfarbige oder fotorealistische Motive.